Eine moderne Goethe Version:
Auf allen Straßen
Ist Ruh,
an allen Ampeln GOTT
Spürest du gib mir die Gelassenheit,
Kaum einen Hauch; Dinge hinzunehmen, die ich nicht
Die Autos stehen auf Halde. ändern kann;
Warte nur, balde gib mir den Mut,
Radelst du auch. Dinge zu ändern, die ich
ändern kann
und die Weisheit,
das eine vom anderen zu
unterscheiden.
Ich habe dir unter großen Schmerzen
einen Platz bereitet in meinem Herzen
Hab Erinnerungen in Kisten verstaut,
mich in die dunkelste Ecke getraut.
Durch Spinnweben hab ich mich gewühlt,
mit bangem Herzen ins Dunkle gefühlt,
wo meine furchtsam tastende Hand,
die schlafenden Geister von gestern fand.
Der, den ich liebe
hat mir gesagt,
dass er mich braucht.
Darum
gebe ich auf mich Acht,
sehe auf meinen Weg und
fürchte von jedem Regentropfen,
dass er mich erschlagen könnte.
Bertrolt Brecht
Anmerkungen zum Halleluja
Glotzt nicht beim Loben
immer nach oben.
Schaut mal zur Seite,
dann seht ihr die Pleite. Lieber Gott! Warum bist du eigentlich keine Frau?
Das wär ein riesen Hammer,
das wär eine riesen Show.
Dann wär der Himmel rosa
und nicht mehr himmelblau.
Lieber Gott,
warum bist du eigentlich keine Frau?
...und noch ne Version:
Über allen Brücken ist Ruh´.
Darunter liege ich nu.
Wermut im Bauch.
Der Fluss stinkt wieder mal heftig.
Ebenso heftig
stinke ich auch.
Lied der Minderheit
Lothar Zenetti
Der Mensch kann nicht zu neuen Ufern aufbrechen wenn er nicht den Mut aufbringt, die alten zu verlassen