Phantásien in Not
Im ersten Kapitel der Unendlichen Geschichte geht es um vier Phantásier, die in einem Wald aufeinander treffen und Erfahrungen austauschen. Nach einiger Zeit stellen sie fest, dass sie in der gleichen Absicht unterwegs sind, nämlich der Kindlichen Kaiserin von der Zerstörung Phantásiens durch das Nichts zu berichten und um ihre Hilfe zu erbitten. Alle vier treffen nacheinander am Elfenbeinturm ein, wo sich schon mehrere Boten mit derselben Nachricht befinden.
Bastian, der diese Geschichte liest, mag diese Art Bücher, die ihn auf eine Reise in eine andere Welt schicken, in der er träumen und von zu Hause "fliehen" kann, bzw. die von nicht alltäglichen Gestalten erzählt.
Atréjus Berufung
Das zweite Kapitel der Unendlichen Geschichte beginnt mit der Versammlung der besten Ärzte des phantásischen Reiches, die eine Lösung für den Zustand der Kindlichen Kaiserin zu finden versuchen. Dadurch wird Bastian an den Tod seiner Mutter erinnert und er macht sich über das Verhalten seines Vaters Gedanken. Im weiteren Verlauf bekommt der beste Arzt Phantásiens, ein Zentaur, das Medaillon "Auryn" und den Auftrag, den "Helden" Atréju zu suchen, der der Einzige ist, der Phantásien retten kann. Er findet ihn, doch Atréju ist noch ein Kind und er kann nicht glauben, dass ein Kind Phantásien und die Kindliche Kaiserin retten soll. Er macht Atréju klar, welch schwere Aufgabe ihn erwartet und überlässt ihm letztendlich "Auryn", das ihn auf seinen Weg ins Unbekannte führen soll. Bastian vergleicht sich mit Atréju und stellt dabei fest, dass er Gemeinsamkeiten mit ihm hat.
Atréjus Suche
Im dritten Kapitel der unendlichen Geschichte geht es um Atréjus Suche nach der Antwort, wie man die Kindliche Kaiserin retten könnte.
Nachdem Atréju von dem Zentauren Cairon beauftragt wurde, eine Lösung für die Krankheit der Kindlichen Kaiserin zu finden, macht er sich auf die Reise.
Nach einer Woche erreicht er den Haulewald, wo er zum ersten Mal das "Nichts" sieht.
In jeder Nacht auf seiner Suche träumt Atréu von dem Silberbüffel,den er erlegen sollte. Er kommt ihm in jedem Traum ein wenig näher und in der Nacht, als er den Haulewald verlassen hat, sagt ihm der Büffel, dass er in den Sümpfen der Traurigkeit nach der Uralten Morla suchen soll.
In diesem Augenblick denkt Bastian an die Sportstunde, wo er sich vor seiner ganzen Klasse blamierte und er möchte so sein wie Atreú.
Einige Tage später kommt Atréu zu den Sümpfen der Traurigkeit. Da er Auryn trägt, können sie ihm nichts anhaben, doch sein Pferd Artax wird immer trauriger und versinkt schließlich. Als Atréu den Hornberg in den Sümpfen erreicht merkt er, dass der ganze Berg eine riesige Schildkröte ist. Es ist die uralte Morla. Sie sagt ihm, dass die Kindliche Kaiserin einen neuen Namen braucht. Doch kein Bewohner Pantasiens ist in der Lage ihr einen zu geben.
Atréju bekommt zu spüren, dass Morla das Schicksal Phantásiens völlig egal ist, aber er überlistet sie letztendlich, und erfährt, dass sein nächstes Ziel das „Südliche Orakel“ sein soll, wo er auf Uyulála treffen muss.:
Zur gleichen Zeit nimmt ein Schattenwesen Atréjus Spur auf und beginnt, ihn zu verfolgen.
Währenddessen denkt Bastian, dass er der Kindlichen Kaiserin leicht einen neuen Namen geben könnte.
Die Zweisiedler
Engywuck und Urgl, zwei Gnome, finden Atréju und Fuchur, nachdem diese sich aus dem Netzt der Spinne zum Südlichen Orakel gewünscht haben..
Sie versorgen die beiden und Engywuck erzählt Atréju etwas über die Uyulála, das südliche Orakel. Als sie einen Blick darauf werfen erfährt er, dass das Orakel von zwei lebenden Sphinxen bewacht wird und dass niemand deren Rätsel lösen und in das Orakel gelangen kann. Engywuck hat es schon oft versucht, ist aber immer wieder daran gescheitert.
Die drei magischen Tore
Atréju steht vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, durch die drei magischen Tore zu gehen, um in das südliche Orakel zu kommen.
Als er vor dem ersten Tor, dem ,, Großen Rätseltor“ ist, empfindet er unendliche Furcht. Denn allein ein Blick der riesigen Sphinxen könnte ihn erstarren lassen. Doch die Sphinxen lassen ihn hindurch.
In dem zweiten Tor, dem ,, Zauber Spiegel Tor" sieht Atréju sein wahres Inneres. Als er in den Spiegel sieht, sieht er Bastian auf dem Speicher, der das Buch liest. In diesem Moment sieht auch Bastian sich in der „Unendlichen Geschichte": Er spiegelt sich in den Augen Atréjus. Ohne zu zögern geht Atréju durch den Spiegel und verliert somit alle Erinnerung an sich und seine Absichten für die Rettung Phantasiens.
Das letzte "Ohne Schlüssel Tor", öffnet sich nur, da Atréju jede Absicht verloren hat.
Nun ist Atréju der Rettung Phantasiens ein Stück näher gekommen, denn er ist im südlichen Orakel angekommen.
Die Stimme der Stille“
Atréju gelangt durch die drei magischen Tore in den Säulenwald zur Stimme der Stille, die sich „Uyulála“ nennt., Er befragt sie über die Situation Phantásiens und wie es zu retten ist. Er erfährt, dass nur ein Kind aus der Welt der Menschen der Kindlichen Kaiserin einen neuen Namen geben und damit Phantásien retten kann. Kurz danach verklingt die Stimme der Uyulála und Atréju schläft ein.
Währenddessen sitzt Bastian in seiner Welt auf dem Speicher und wünscht sich, Atréju helfen zu können.
Als dieser aufwacht, sind der Säulenwald und die drei magischen Tore verschwunden, er steht auf einer leeren Ebene, auf der sich nun auch schon das NICHTS ausbreitet. Atréju macht sich auf den Weg zurück zur Höhle der beiden Gnome und erfährt dort, dass er sieben Tage und Nächte fort war und in dieser Zeit die Farben der Umgebung immer mehr verschwunden sind. Engywuck und Urgl sind dabei ihre Sachen zu packen und fortzuziehen und auch Atréju und Fuchur brechen auf, um ein Kind aus der äußeren Welt zu suchen.
Im Gelichterland
Atréjus und Fuchur suchen nach den Grenzen Phantasiens.
Fuchur versucht, Atréju zur Rückkehr zum Elfenbeinturm zu bewegen, da sie den ihnen gestellten Auftrag erfüllt haben und somit wissen, wie die Kindliche Kaiserin geheilt werden kann. Atréju jedoch will versuchen, die Grenzen zu erreichen und ein Menschenkind nach Phantasien zu holen. Während sie über das sich ausbreitende NICHTS fliegen, was für sie inzwischen nichts Ungewöhnliches und Erschreckendes mehr ist, treffen die beiden Reisenden auf die vier Windriesen. Als diese das Auryn erkennen, halten sie mit ihren Windkämpfen inne und erklären Atréju, dass Phantasien grenzenlos sei. Danach lassen sie den Sturm erneut entbrennen, bei dem Atréju den Halt verliert und in die Tiefe stürzt.
Er erwacht an einem Strand, ohne Aurin und Fuchur. Als er sich auf die Suche nach diesen macht, stößt er auf einen Zug merkwürdiger Gestalten aus der Finsternis, welcher auf dem Weg in das Nichts ist.
In der Stadt trifft Atréju auf Gmork, einen verwundeten, aber immer noch mächtigen Werwolf. Dieser war das Schattenwesen, das Bastian verfolgte, um ihn zu töten. Er erklärt Bastian das Wesen des Nichts: Es entsteht aus der verloren gegangenen Fantasie der Menschen und die Phantasier, die im Nichts umkommen, werden in der Menschenwelt zu Lügen.
In einem letzten verzweifelten Kampf gelingt es Atréju, Gmork zu besiegen und dem Nichts zu entkommen.
Bastian, der immer noch mit seinem Buch auf dem Schulspeicher sitzt, will gerne helfen, er weiß aber nicht, wie er die Grenzen zwischen seiner und der Welt Phantasiens überschreiten soll.
Die Kindliche Kaiserin
Atréju kommt zur Kindlichen Kaiserin und muss ihr sagen, dass er ihren Auftrag nicht erfüllen konnte. Doch sie reagiert anders, als Atreju erwartet hat. Sie lächelt ihn an und bedankt sich bei ihm. Sie erklärt ihm, dass er den Auftrag bereits erfüllt hat. Ihr Retter ist die ganze Zeit schon bei Atreju gewesen aber er ist noch in seiner Welt. Er muss nur den neuen Namen der Kindlichen Kaiserin ausrufen, um nach Phantasien zu gelangen. Als Bastian, dies erfährt weiß er, dass er gemeint ist und er weiß auch den neuen Namen. Er hat aber Angst.
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Der alte vom Wandernden Berge
Da Bastian sich nicht entschließen kann den neuen Namen auszusprechen, begibt sich die Kindliche Kaiserin auf die Suche nach dem ,,Alten vom wandernden Berge“, um ihn um Hilfe zu fragen. Sie kommt zu einem Ei, das in der Luft schwebt und in dem der Alte lebt und arbeitet. Eine Buchstabenleiter führt hinauf, Die Buchstaben fügen sich zu einer Warnung zusammen, das Ei zu betreten. Sie ignoriert diese Warnung und findet den Alten. Sie kann erkennen, dass er genau das in ein Buch schreibt, was gerade passiert. Der Alte ist also Chronist und Wirklichkeitsgestalter gleichzeitig. Nichts geschieht ohne ihn und nichts durch ihn.
Die Kindliche Kaiserin bittet den Alten ihr die ,,Unendliche Geschichte“ vorzulesen. Während er das tut gerät alles in eine endlose Zeitschleife, denn in dem Moment, in dem die Geschichte vorgelesen wird geschieht alles erneut, bis zu dem Moment, in dem die Kindliche Kaiserin das Ei betritt und den Alten bittet, das Buch vorzulesen und dann beginnt alles erneut......
In dem Moment erkennt Bastian in der Menschenwelt, dass die Unendliche Geschichte seine Geschichte ist. Er will nur noch eines: Der Kindlichen Kaiserin helfen Er ruft den neuen Namen, den er ihr geben will, laut aus: „Mondenkind“. Durch einen kräftigen Sturmwind, der ihn erfasst, tritt er in die „Unendliche Geschichte ein“ .
Perelín, der Nachtwald
Bastian ist in Phantásien, es ist dunkel. Er schwebt umher und ruft nach ,Mondenkind.
Mondenkind erscheint und sagt Bastian, dass Phantásien nach seinen Wünschen neu entsteht und schenkt ihm ein Sandkorn, welches das einzige ist, was vom alten Reich übrig geblieben ist. Das Sandkorn ist aber ein Keim und fängt an zu treiben. Bastian gibt den Pflanzen, die nun schon so groß wie Bäume sind, einen Namen: Perelín, der Nachtwald. Alles, was er sich wünscht oder denkt, geht in Erfüllung. Deshalb wünscht er sich, dass Mondenkind ewig gesund bleibt. Sie erklärt ihm aber, dass lediglich der Augenblick ewig ist. Sie zeigt Bastian sein Spiegelbild , in dem er schlank und gut aussehend ist. Er ist entzückt und fällt in Ohnmacht. Als er wieder zu sich kommt, ist er dieser schlanke, gut aussehende Junge und er hat AURYN um den Hals, auf dessen Rückseite steht: „Tu was du willst“. Perelín, durch den Bastian läuft, ist nun so groß wie ein Wald. Er denkt kaum noch daran, dass er einmal dick und x-beinig war. Bastian will Perelín von oben sehen und klettert auf einen Baum, der oben eine Blüte hat, in die er hinein klettert. Er schaut sich um und ist überwältigt.
Die Wüste der Farben
Bastian ist gerade aufgewacht, er hat diese Nacht in dem Nachtwald
Perelín verbracht. Plötzlich fühlt, er wie eine neue, wunderbare Kraft
seine Glieder durchzieht. Um ihn herum hört der Nachtwald auf zu wachsen, denn es wird langsam Tag. Die Riesenblumen, die in Perelín stehen, zerfallen nun zu Staub. Perelín, der Nachtwald, wird nun zu der „Wüste der Farben“. Die bunten Blumen, die vorher da waren, werden zu buntem Sand.
Nun wünscht sich Bastian ein gefährliches Wesen herbei.
Plötzlich kommt ein riesiger Feuerball auf ihn zu. Dieser entpuppt sich, als ein
Löwe, der den Namen Graógramán hat. Dieser wird auch der „Herr
der Farben“ genannt. Jeder Mensch müsste allein bei seinem Anblick zu Staub zerfallen, doch Bastian wird durch Auryn geschützt und er kannnn sogar auf Graógramán reiten.
Nun, da es dem Abend entgegen geht, wird Bastian müde und sie gehen schlafen. Der Löwe wird nachts zu Stein, da er ein Teil der Wüste ist und nicht zum Nachtwald gehört.
Am nächsten Morgen, nachdem er aus seiner Erstarrung erwacht ist, schenkt er Bastian ein Schwert, das er nur benutzen darf, wenn es ihm in die Hand springt.
Um aus der Wüste zu gelangen, muss er durch den Tausend-Türen-Tempel, den er erst mit Hilfe eines Wunsches öffnen kann:
Es ist der Wunsch, nicht mehr allein sein zu müssen, der sich langsam in ihm entwickelt. Sofort öffnet sich die Tür des Schlafgemachs zum Tausend-Türen-Tempel.
Durch den Wunsch verliert er aber die Erinnerung daran, dass er früher ängstlich war.
Die Acharai
Bastian ist mit seinen Freunden auf der Suche nach dem Weg, der ihn zurück nach Hause bringt. Ihr Nachtlager schlagen sie in einer Höhle eines Talkessels auf. Mitten in der Nacht werden Bastian und Atreju von lautem Schluchzen geweckt.
Als sie vor die Höhle treten, um nachzusehen, wer dieses jämmerliche Schluchzen von sich gibt, finden sie viele Würmer vor. Es sind die hässlichsten Geschöpfe, die Bastian je gesehen hat. Er lässt seinen Stein Al´Tsahir leuchten, um die Würmer besser sehen zu können. Diese schämen sich für ihre Hässlichkeit und bitten Bastian, das Licht zu löschen, weil sie nicht gesehen werden wollen. Bastian bekommt großes Mitleid mit ihnen und will helfen. Er macht von der Macht Auryns Gebrauch und wünscht sich, dass die traurigen Acharai zu fröhlichen, kleinen, fliegenden Geschöpfen werden, die den Namen Schlamuffen tragen. Am nächsten Morgen wird Bastian von lautem Gelächter wach. Als er an den Eingang der Höhle tritt sieht er viele knallbunte, lachende Schlamuffen. Sein Wunsch ist in Erfüllung gegangen.
Leider muss er feststellen, dass diese Geschöpfe alles zerstören, was sie vorher als Acharai aufgebaut haben. Bastian ist darüber sehr wütend. Er versucht, sie davon abzuhalten, doch gelingt es ihm nicht. Plötzlich ist er sich nicht mehr so sicher, ob es eine kluge Entscheidung war, die Acharai in Schlamuffen zu verwandeln.
Die sehende Hand
Der Reisegruppe, die Richtung Elfenbeinturm zieht, bestehend aus Bastian, Atréju, Fuchúr, den Helden Hýkrion, Hýsbald und Hýdorn, haben sich mittlerweile viele Phantásier angeschlossen und in Bastian ist wieder ein neuer Wunsch erwacht: er sieht sich als Retter Phantasiens und will deshalb gemeinsam mit der Kindlichen Kaiserin – oder ohne sie - regieren.
Aus diesem Grund will Atréju mit ihm reden und ihn von seinem Vorhaben abbringen. Deshalb fliegen sie gemeinsam zum ersten Mal auf Fuchúr, ujm in Ruhe reden zu können. Aus dem Gespräch wird aber ein böser Streit, da Bastian Atréju unterstellt, er sei lediglich eifersüchtig.
Währenddessen wird das Lager der Reisenden von schwarzen Panzerwesen überfallen und die drei Helden gefangen genommen und zum Schloss der Magierin Xayíde gebracht. Die Magierin fordert von Bastian, ihr als Sklave zu dienen, ansonsten würden die Helden getötet. Deshalb beschließt Bastian, die Helden mit Unterstützung von Atréju und Fuchúr zu retten. Dies gelingt ihm schließlich mit Hilfe seines Zauberschwertes, dem er den Namen Sikánda gegeben hat, woraufhin sich Xayíde Bastian unterwirft und mit ihm zum Elfenbeinturm zieht.
Das Sternenkloster
Xayide, die Magierin, bemüht sich, mehr Einfluss auf Bastian zu bekommen. Sie rät ihm, nicht länger auf seiner Mauleselin zu reiten, sondern sich mit ihr in der Sänfte tragen zu lassen. Und Bastian befolgte ihren Rat.
Zusätzlich bestärkt sie ihn in seinem Misstrauen gegenüber Atréju.
Bastian ist mit seiner Karawane gerade auf dem Weg zum Elfenbeinturm, als sie nachts von sechs großen Eulen besucht werden, welche von einem der drei TiefSinnenden, den Weisen aus dem Sternenkloster, geschickt wurden.
Bastian fliegt mit Atréju, Xayide und den Eulen zum Kloster.
Jeder der drei TiefSinnenden hat eine andere Gestalt. Einer sieht aus wie eine Eule, ein anderer wie ein Adler und der dritte wie ein Fuchs. Sie wollen von Bastian wissen, was Phantasien ist.
Er erzählt ihnen es sei die Unendliche Geschichte. Da bei den drei Sinnenden jetzt noch mehr Fragen aufkommen, geht Bastian eines Nachts mit allen Mitgliedern der Bruderschaft und den drei TiefSinnenden auf die Dächer des Klosters. Indem er den Namen des Zaubersteins Al´Tsahir rückwärts ausspricht, leuchtet ein Blitz am Himmel auf und jeder kann in diesem Blitz ein Wesen seiner Art auf einem geheimnisvollen Speicher sehen. Es ist der Speicher von Bastians Schule.
Doch in dieser Nacht verliert Bastian jede Erinnerung an seine Schulzeit und daran, wie er auf dem Speicher das Buch liest.
Das Bergwerk der Bilder
Bastian hat Krieg gegen die Kindliche Kaiserin und gegen Atréju geführt – und alles verloren. Mit knapper Not entkam er aus der Alten Kaiser Stadt, in der all diejenigen ohne Erinnerung und Orientierung herumirren, die jemals versuchten, die Macht über Phantasien mit Gewalt zu erzwingen. Bastian hat kaum noch Erinnerungen aber er weiß, dass er die Wasser des Lebens finden muss, um nach Hause zu gelangen.
Auf seiner Suche gelangt Bastian zu Yor, dem blinden Bergmann, der die in der Grube Minroud verborgenen, als Glasbilder dargestellten, vergessenen Träume der Menschen ans Tageslicht bringt. Bastian erfährt von Yor, dass er ein ihm bekanntes Bild finden muss, um zu den Wassern des Lebens gelangen zu können. Als Bastian unter den schon von Yor geborgenen Bildern keines entdeckt, das irgendwelche Gefühle in ihm weckt, fährt er mit Yor zusammen in die Grube Minroud hinab und beginnt selbst, vergessene Träume zu bergen. Eines Tages findet Bastian ein Bild seines Vaters, den er zwar zuerst nicht erkennt, der aber trotzdem viele Gefühle in ihm wachruft, wodurch Bastian seinen Namen vergisst. Er macht sich mit dem Bild auf die Suche nach den Wassern des Lebens. Unterwegs finden ihn die Schlamuffen, die durch ihr Geschrei Bastians Bild zerstören. Durch eine bronzene Stimme werden die Schlamuffen verjagt und Bastian erkennt Atréju und Fuchur, die gekommen sind um ihn zu begleiten.
Das Wasser des Lebens
Atréju, Bastian und der Glücksdrache Fuchur befinden sich beim Wasser des Lebens, im Ort Auryn. Sie stehen vor einer weißen und einer schwarzen Schlange, die die Quelle bewachen und niemanden zum Wasser lassen. Atréju versucht, sie zu überreden, Bastian in die Menschenwelt zurückzulassen. Da Bastian bereit zur Rückkehr ist, willigen sie ein und er darf vom Wasser des Lebens trinken. Zuvor muss er jedoch alle phantasischen Gaben zurückgeben, also seine Schönheit, Klugheit ... und wieder der kleine, dicke und schüchterne Junge werden. Das Trinken vom Wasser des Lebens ist für ihn wie eine Wiedergeburt mit einem neuen Selbstbewusstsein. Nachdem er sich von Fuchur und Atréju verabschiedet hat, kehrt Bastian in die Menschenwelt zurück.
Bastian erwacht auf dem Schuldachboden, wo einst die Geschichte begann. Er geht zu seinem besorgten Vater zurück, der ihn seit dem vergangenen Tag vermisst. In dem folgenden Gespräch, bei dem Bastian seine Abenteuer erzählt, gelingt es ihm, die Gefühle des Vaters zu wecken. Dieser ist sich nun seiner Liebe zu Bastian bewusst geworden und will von nun an sein Leben mit ihm neu gestalten.
Bastians erste tapfere Tat besteht darin, dem Antiquariatsbesitzer zu gestehen, das Buch „Die unendliche Geschichte“ gestohlen zu haben und es nicht mehr zurückbringen zu können, da es verschwunden ist.
Er erzählt Herrn Koreander seine ganze Geschichte und es stellt sich heraus, dass auch er schon in Phantasien gewesen ist und so tauschen sie ihre Erfahrungen aus.
Als Bastian den Buchladen verlässt ist er sich bewusst, dass jede wirkliche Geschichte eine Unendliche Geschichte ist und dass sie für jeden, der sich auf seinen Weg macht, anders verlaufen wird.