Die “sprechenden” Namen:

Die Namen im Buch haben eine versteckte Bedeutung, die sich erst bei der Übersetzung, zum Teil aber auch erst bei Übersetzung und Einordnung in den Handlungszusammenhang erschließen. Hier einige Beispiele (wenn ihr noch weitere findet, schickt sie mir bitte zu!)

Jean Baptiste Grenouille: Johannes der Täufer, der Frosch, die Kröte.
Johannes der Täufer gilt in der christlichen Tradition als der Bote des Messias, des Sohnes Gottes, als Ankündiger des Heils, das durch Jesus dem Christus in die Welt kommt.
Johannes der Täufer - die Kröte scheint die genaue Umkehrung dieser Heilsverheißung zu sein: Jean Baptiste ist der Ankündiger des Unheils, der Vorbote des Antichristen. Die Kröte ist im Christentum auch Symbol für den Satan, das personifizierte Böse.
Rue aux Fers: Straße der Fußfesseln
Rue de la Ferroiere: Straße der Kunstschmiedearbeit
Cimetière des Innocents: Friedhof der Unschuldigen.
Dieser Platz war nicht nur Friedhof, sondern auch Begegnungs- und Versammlungsstätte und öffent5licher Marktplatz. Er wurde 1785 geschlossen.
Place de Gréve: Platz des Streiks
Hotel Dieu: Hotel Gottes
Polizist La Fosse: Die Grube
Gaillard: Der Kerl (stark, gesund)
Plomb: Blei
Monsieur Grimal: Der Herr der Grimassen, der Ausbund an Schlechtigkeit
Die Amme Jeanne Boussie: Johanna
Parfumeur Baldini:
Antoine Richie:
Geselle Druot: dicht, stark
Marquis de la Tailard Espinesse: Der spanische Schneider, der sich als Förderer Baptistes versteht, aber letztlich ausschließlich egozentrische Motive verfolgt und sich mit seinen angeblichen wissenschaftlichen Versuchen lächerlich macht. Hier kann man auch eine satirisch-ironische Anspielung auf die Zeit der Aufklärung erkennen.


Die Grundlagen der Aufklärung wurden durch den Philosophen Immanuel Kant vertreten:
“Aufklärung ist der Austritt des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.”
Und:
“Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!”
Parfumeur Pélissiers: vergänglich